19.12.2005

Auf Todesopfer warten?

FDP-Vorsitzender Meixner appelliert an Straßenbauamt

Sulzbach-Rosenberg. (cog) Dienstagmittag, Bayreuther Straße, Ecke Annabergweg/An der Allee. Es ist heller Tag und der Verkehr zu dieser Zeit nicht besonders dicht. Eine 80-jährige Dame schiebt ihr Fahrrad über den Zebrastreifen. Ein stadteinwärts fahrendes Auto erfasst sie, die Frau ist verletzt und wird mit dem Notarztwagen ins Krankenhaus gebracht - sie hatte Glück im Unglück.

Edgar Meixner, Kreisvorsitzender der FDP, kämpft seit langem für eine Ampel an dieser gefährlichen Kreuzung.

"Ein Jahr lang hat uns das Straßenbauamt hingehalten. Jetzt ist das passiert, wovor wir immer gewarnt haben: Es hat einen Unfall mit einem verletzten Fußgänger gegeben. Gott sei Dank keinen Toten. Aber müssen wir wirklich auf das erste Todesopfer warten, bis hier eine Fußgängerampel eingerichtet wird?".

Schon bei der Bürgerversammlung vor einem Jahr hatte er sich für eine Ampel ausgesprochen, und auch Bürgermeister Gerd Geismann war sich des Problems sehr bewusst. Aber seine Bemühungen beim zuständigen Straßenbauamt waren nicht erfolgreich.

Meixner hatte daraufhin eine Unterschriftensammlung begonnen, um die Forderung nach einer Ampel zu unterstreichen. Innerhalb kurzer Zeit haben schon fast 600 Bürger unterschrieben.

Von vielen selbst erlebt

Anfang Januar werden der Orts- und der Kreisvorstand der FDP die Unterschriftenlisten übergeben. Meixner berichtet, dass ihn bei der Unterschriftensammlung viele Leute angesprochen haben, die an dieser gefährlichen Kreuzung fast überfahren worden wären.

Eine Verampelung findet also breiten Zuspruch in der Bevölkerung. Nach diesem tragischen Unfall, schloss Meixner, müsse das Straßenbauamt nun doch endlich aktiv werden.