18.02.2002
Gegen die "Vergreisung" angehen
FDP/FWS-Kandidaten informierten sich über das Projekt "Soziale Stadt" in Rosenberg

Sulzbach-Rosenberg. (räd)"Eine wesentliche Voraussetzung für das Gelingen des Projektes "Soziale Stadt wird die Senkung der MAxhütten-Emissionen sein." Dies erfuhren die Stadtratskandidaten der FDP und Freien Wählerschaft bei einer Ortsbegehung in Rosenberg.

Pfarrer Dr. Roland Gierth, der mit den sozialen und gesellschaftlichen Problemen im Gebiet zwischen der Straße "Am Steg" und der Lohebrücke befasst ist, sowie Max Seibert vom Stadtbauamt erläuterten den Kandidaten die Brennpunkte und stellten die geplanten Vorhaben vor.

Mehr Lebensqualität

Als innerstädtisches, aber unterentwickeltes Gebiet wolle die "Soziale Stadt" vor allem stabilisieren und eine Verbesserung der Lebensqualität erreichen. Oberste Prämisse müsse allerdings sein, die Umweltbelastungen der Maxhütte auf ein Mindestmaß zu senken, stellten auch die FDP/FWS-Kandidaten fest.

Falls das nicht gelinge, komme als Alternative zum Wohngebiet nur ein Gewerbegebiet in Frage. "Unter den gegebenen Bedingungen will keiner zuziehen", fasste Seibert die Problematik zusammen. Wenn es nicht gelinge, die Generation der

20- bis 40-Jährigen im Quartier zu halten, müsse mit einer Vergreisung gerechnet werden. Momentan wohnen dort noch 700 Bürger, davon 200 so genannte "Ureinwohner".

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Einigkeit bestand darin, dass die sozialen und gesellschaftlichen Probleme aber nicht allein im Stadtteil gelöst werden könnten, sondern gesamtstädtisch zu betrachten seien. Positiv beurteilt wurden dennoch die vorliegenden Lösungsvorschläge, die umfangreiche Investitionen vorsehen.

An Baumaßnahmen sei demnach eine Erschließungsstraße von der Rosenbachstraße zu den Übersiedlerheimen geplant, welche dann als Sozial-Wohnungen genutzt werden könnten. Die Wohnblöcke werden laut Seibert seit Jahresbeginn nicht mehr belegt und dürften bis spätestens August leer stehen.

Sesshaftigkeit erreichen

"Da sie noch bewohnbar sind, könnte durch den Sozialen Wohnungsbau und die Ausdünnung der Einwohnerzahlen Sesshaftigkeit erreicht werden", so Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Reitzenstein.


Im Gebiet der "Sozialen Stadt" informierten sich die Kandidaten der FDP/FWS über Pläne und Fördermöglichkeiten. ...................Bild: räd

Ebenfalls begrüßt wurde das Vorhaben eines privaten Investors, links und rechts der neuen Straße ein Fitness-Center mit Beachvolleyballfeldern entstehen zu lassen.

Als Ergänzung zum Fitness-Center schlug Reitenstein vor, entlang des Rosenbachs, der teilweise verlegt und zu einem Biotop zurück verwandelt werden soll, eine Sportmeile mit überdachter Skater-Anlage zu schaffen.

Die Flächen seien hervorragend geeignet, zumal sich ein großer Teil bereits in öffentlicher Hand befinde.

Welche Kosten für das Projekt entstehen, ist aber noch unklar. Derzeit werde eine Feinuntersuchung erabeitet, informierte Seibert. Ein weiterer Unsicherheitsfaktor sei zudem die Maxhütte. Unter Umständen müsse die Stadt Gebäude wie das Zentralbüro ankaufen.