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"Jetzt vorbauen für Ruhestands-Welle" FDP-Bundestagsabgeordneter Horst Meierhofer informiert sich im Rohrwerk über Arbeitsmarkt | |
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Um es vorweg zu nehmen: Ein Allheilmittel für die demographische Frage gibt es wohl nicht. Gemeinsam mit FDP/FWS-Stadtratsfraktionsvorsitzendem Hans-Jürgen Reitzenstein und FDP-Kreisvorsitzendem Edgar Meixner diskutierte der Bundestagsabgeordnete aus Regensburg über den Arbeitsmarkt und die Rentenentwicklung. Flexibilität gefragt Meierhofer sah es als unabdingbar an, dass gleichzeitig junge Menschen für diejenigen Arbeitsplätze gefunden würden, die in absehbarer Zeit durch Verrentung frei würden. Flexible Modelle seien gefragt in Zusammenarbeit zwischen Unternehmensleitung und Belegschaft. Rohrwerk-Geschäftsführer Karl Reyzl legte dem Bundespolitiker denn auch ein Kurven-Diagramm vor, das deutlich zeigte, wohin der Weg beim Rohrwerk führt, wenn nicht jetzt massiv gegengesteuert wird: In etwa zehn Jahren stünde der Großteil der erfahrenen Facharbeiter in Schlüsselfunktionen im Werk zur Verrentung an. Auf einen Schlag würde das Know-How des Werkes empfindliche Einbußen erleiden mit noch nicht absehbaren Mängeln. Momentan seien fast 80 Prozent der Mitarbeiter älter als 40 Jahre. "Dagegen tun wir etwas", so Reyzl, der vor allem auf die Lehrstellen-Situation verwies: Schon jetzt bilde das Rohrwerk über den eigenen Bedarf hinaus in den Berufen aus, die speziell im Werk gefragt seien, zum Beispiel die Anlagenführer. So solle betriebsintern der "Nachwuchs" gesichert werden für die wichtigen Planstellen. "Wenn ein 15-Jähriger jetzt bei uns anfängt, dreieinhalb Jahre lernt und noch diverse Fortbildungen und Berufserfahrungen sammelt, sind zehn Jahre nicht zuviel", verwies der Geschäftsführer auf die näherrückende demographische Besonderheit. Wo sind die Ingenieure? Allerdings ist es nach Reyzls Worten auch sehr schwer, in unseren Breiten z.B. Ingenieure zu finden für das Rohrwerk. Zwar gebe es Fachhochschule und Universität, "doch große Firmen wie Grammer oder Siemens saugen diesen Markt förmlich leer!" Es gelte, hier ansässige Ingenieure zu rekrutieren, denn aus einer Großstadt werde man wohl niemanden hierher locken können, schätzte der Manager. Reitzenstein, Meixner und auch Meierhofer anerkannten ausdrücklich die Bemühungen des Rohrwerkes und der Maxhütte Dienstleistung (MHD) zur Strukturverbesserung in der Region: So sei die äußerst erfolgreiche Wiederbelebung des Sportparks als deutliches Plus in der Freizeitgestaltung zu werten, auch die Übernahme bzw. Wiedereröffnung des Berufsbildungszentrums durch die MHD habe wichtige Signale gesetzt und Wirkung gezeigt. Allgemein gut geheißen wurde in der Runde abschließend der Vorschlag Meierhofers, eine flexible Lösung zu vereinbaren: die Möglichkeit des Ruhestandes ab 63, aber auch die Erlaubnis der Arbeit bis 70 für die, die das wollen, sowie eine steuerlich attraktive Lösung für das Hinzuverdienen in Rente, vor allem bei Frauen. | |