21.06.2004

" Lebensnotwendig"

FDP-Kreishauptversammlung zum St.-Anna-Krankenhaus

Sulzbach-Rosenberg. (cog) .Der Umbau des Sozialstaats durch die Regierung Schröder ist eine Perversion des Wortes "Reform !''. Mit diesen harten Worten geißelte Günter Koch bei der Kreishauptversammlung der FDP die Berliner Politik. Der Kreisvorsitzende stellte in seinem Rückblick auf die Europawahl mit Freude fest, dass die FDP wieder im europäischen Parlament vertreten ist.

In Sulzbach-Rosenberg war die Partei mit 3,86 % knapp unter dem bayerischen Durchschnitt von über 4 %. also stärker als bei der Bundestagswahl. Besorgniserregend fand Koch, dass teilweise radikale Splitterparteien mit insgesamt 10% sehr stark waren. Dies sei Ausdruck des Protestes gegen die etablierten Parteien.

Schatzmeister Achim Groth berichtete, dass die Haushaltslage gut ist: "Wir sind jederzeit finanziell handlungsfähig!" Der Kreisverband, so Groth, habe keine aufgeblasenen Mitgliederlisten mit nicht zahlenden Karteileichen, sondern alle Mitglieder seien "echt". Die Kassenprüfer erklärten, dass die Kasse ordentlich geführt sei, woraufhin der Vorstand einstimmig entlastet wurde.

 

Hans-Jürgen Reitzenstein berichtete aus dem Kreistag, dass die Zukunftssicherung des Landkreises eine moderate Erhöhung der Kreisumlage unumgänglich gemacht habe.

Das St.-Anna-Krankenhaus und die Berufsschule in Sulzbach-Rosenberg liegen dem Kreistagspolitiker besonders am Herzen: "Wir brauchen dieses Krankenhaus in Sulzbach-Rosenberg und kennen die Qualität der ärztlichen Versorgung. Das Haus ist lebensnotwendig für den westlichen und nördlichen Landkreis und die angrenzenden fränkischen Kreise!" Auch der Berufsschulstandort Sulzbach-Rosenberg müsse unbedingt gestärkt werden.

Reitzenstein sagte unmissverständlich: "Die Verhandlungen mit Amberg bewegen sich auf schwierigem Terrain. Trotzdem lehnen wir alles ab, was Sulzbach-Rosenberg schwächt."

Ein Thema, das den Kreistag jetzt verstärkt beschäftigen werde, sei das Bergbaumuseum Theuern. Wegen eines finanziellen Defizits seien strukturelle Veränderungen unumgänglich. In wissenschaftlichen Fachkreisen hat das Museum einen hervorragenden Ruf, aber das breite Publikum wird bisher nicht erreicht: "Es müssen mehr Besucher angelockt werden! "