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"Keine Beschlüsse für Fusion" FDP/FW-Kreisräte: Landkreis-Krankenhäuser für Grundversorgung unverzichtbar | |
| Sulzbach-Rosenberg. ( srz) Die aktuelle Diskussion um die Kreiskrankenhäuser stand bei einer Fraktionssitzung der FDP/FW-Kreistagsfraktion in Aichazandt ganz oben auf der Tagesordnung. Dabei brachten die Kreisräte unmissverständlich zum Ausdruck, dass die beiden Krankenhäuser in Auerbach und Sulzbach-Rosenberg zu erhalten sind. Insbesondere das St.-Anna-Krankenhaus halte Einrichtungen und Abteilungen vor, die man nicht ersetzen bzw. verschieben könne. "Die Kreiskrankenhäuser sind gut bestellt, sind gut belegt und sind für die Grundversorgung unserer Bürger äußerst wichtig, sie sind bedarfsnotwendig", so Fraktionschef Hans-Jürgen Reitzenstein. Insbesondere für das St.-Anna-Krankenhaus gelte der Sicherstellungsauftrag und die Wahrung der Rettungsfristen. "Hierzu wird demnächst die Anbindung an die B 85 realisiert, um diese Fristen noch zu verkürzen". Die Äußerungen des Klinikumsvorstandes des Amberger Krankenhauses, Wilhelm Daller, seien schädlich. "Das Vertrauen ist gebrochen", so die einhellige Meinung der FDP/FWS. Man könne nicht von einer Fusion sprechen, wenn bisher erst Gespräche über eine mögliche Kooperation der Krankenhäuser in der Region geführt wurden. " Für eine Fusion liegen keine Beschlüsse vor", so Kreisrat und 1. Bürgermeister Hans Pickel. "Die Personalie Daller" In diesem Zusammenhang müsse sicher auch über die Personalie Daller nachgedacht werden. Kritisiert wurden die Äußerungen Dallers über die finanzielle Situation der Kreiskrankenhäuser. "Herr Daller sollte sich um die finanzielle Seite des Klinikums Amberg erst einmal Gedanken machen. Er sollte zuerst seine Hausaufgaben machen. Vielleicht will man bewusst von den Nöten in Amberg ablenken. Die Sparkassenfusion vor einigen Jahren lässt grüßen", so Reitzenstein. Kreisrat und 1. Bürgermeister Werner Renner erinnerte an den Kreistagsbeschluss, in dem festgehalten wurde, mit Nürnberg, Weiden und Amberg über Kooperationen zu verhandeln. So sollte weiter verfahren werden. Die FDP/FWS wird im Kreistag am kommenden Montag ihre Vorstellungen einbringen. Dazu zählt, dass das Strukturgutachten abzuwarten sei und dann sorgfältig ausgewertet werden müsse zum Wohle der Bürger in der Stadt Sulzbach-Rosenberg und im Landkreis. "Die Kreiskrankenhäuser dürfen kein Wahlkampfthema werden, unsere gut geführten Häuser haben das nicht verdient", forderte Fraktionsvorsitzender Reitzenstein. "Der Verwaltungsrat der Kreiskrankenhäuser wird aufgefordert, geschlossen aufzutreten und zu verhandeln und bei künftigen Personalentscheidungen mit Bedacht vorzugehen." | |