18.12.2002

Den Kämmerer ausgequetscht

FDP/FWS vermisst im Kreistag Kompromissfähigkeit

Amberg-Sulzbach. (sta) Verwaltung und SPD hatten am Montag die Kreisumlage bei 41 Prozent ansiedeln wollen. CSU und Teile der Freien Wähler beharrten auf 40,6 Punkten - ein Spannungsfeld, das Hans-Jürgen Reitzenstein von der FDP-FWS-Fraktion zu einem Kompromissvorschlag mit 40,8 Umlagepunkten nutzen wollte. Viel Unterstützung fand er bei der Abstimmung aber nicht, auch wenn er kurz zuvor noch angemahnt hatte, dass er im Kreistag die Fähigkeit zum Kompromiss vermisse.

Mitleid mit Kämmerer
Mitleid hatte er mit Kreiskämmerer Walter Schmidbauer. Ihn habe man schon genug

ausgequetscht, zumal er schon im Vorfeld der Sitzung habe wissen lassen, dass er mit 15-prozentigen Sperrvermerken bei bestimmten Haushaltstiteln in arge Nöte käme.

Ressort wieder besetzen
Reitzenstein forderte die Wiederbesetzung des Wirtschaftsressorts und sprach sich dafür aus, die Aufgaben aus einem von der CSU geforderten Personalgutachten auf die Verwaltung zu übertragen. "Die sind kompetent genug, um alles zu durchforsten, und Möglichkeiten der Personaleinsparung zu suchen.