02.02.2008

"Das ist für uns eine Hauptstraße"

Kleinfalzer vehement gegen Absperren der Alten Straße - FDP/FWS tourt durch Stadtteile

Sulzbach-Rosenberg. (cog) "Stark vor Ort" zu sein, damit wirbt die FDP/FWS auf ihren Wahlplakaten. Nach dieser Devise haben die Politiker jetzt mit Stadtteilversammlungen überall in Sulzbach-Rosenberg begonnen. Den Anfang machte eine Versammlung in Kleinfalz.

Neun Kandidaten für den Stadtrat und zahlreiche Bürger trafen sich zu einem lebhaften Gedankenaustausch, aus dem die Politiker wertvolle Anregungen in die Stadtratsarbeit mitnahmen.

Hans-Jürgen Reitzenstein, Fraktionsvorsitzender der FDP/FWS im Stadtrat und im Kreistag, stellte die Kandidaten vor und wies darauf hin, dass die Liste ein repräsentativer Querschnitt der Bevölkerung sei. Es seien die unterschiedlichsten Berufe vertreten, mit sehr vielen jungen Leuten werden frische Ideen in die Gremien kommen.

In "Mittlerfunktion"

Reitzenstein berichtete über die Arbeit der Stadtratsfraktion in den letzten Jahren. Die FDP/FWS-Fraktion habe eine Mittlerfunktion zwischen den Blöcken CSU und SPD, die Arbeit im Stadtrat sei deshalb von Sachentscheidungen geprägt. In kurzen Zügen stellte er die wichtigsten Themen für den neuen Stadtrat vor. Ganz oben auf der Prioritätenliste, so berichtete der Fraktionsvorsitzende, stehe die Erhaltung des St.-Anna-Kreiskrankenhauses: "Unser Krankenhaus arbeitet hervorragend. Um es zu unterstützen, haben wir einen Preisschafkopf veranstaltet und dem Förderverein 1000 € gespendet."

Reitzenstein erläuterte in diesem Zusammenhang das System der Krankenhausfinanzierung. Eine stürmische Diskussion über die Absurditäten der Gesundheitsreform und deren Auswirkungen auf das Krankenhaus schloss sich an.

Die Verkehrsplanung vor allem an der gefährlichen Kreuzung an der Bayreuther Straße berührte die Kleinfalzer besonders. Für sie kommt es nicht in Frage, die Alte Straße bei einem Umbau der Kreuzung abzuschließen: "Diese Straße ist für uns Kleinfalzer eine wichtige Hauptstraße. Wir sind auf sie angewiesen, denn man kann von Norden nicht durch die Stadt hindurchfahren, und es gibt keinen anderen Weg nach Hahnbach!", sagte ein Bürger.

Es wurde auch angeregt, von der Stadtgrenze bis Kleinfalz einen kombinierten Fuß- und Radweg anzulegen. Damit würde auch der Wertstoffhof sehr viel besser erreichbar für Fußgänger. Reitzenstein sagte den Bürgern zu, sich für diesen Vorschlag einzusetzen.

Lokale Kandidaten wählen

Zum Abschluss des sehr fruchtbaren Gesprächs rief Reitzensein die Anwesenden auf, zum Kreistag Sulzbach-Rosenberger Kandidaten zu wählen, um das Gewicht der Stadt im Kreis zu stärken.