28.09.2007

Politik-Schwerpunkte Verkehr und St. Anna

Jahrestreffen der FDP/FWS-Fraktion - Einsatz für Ganzjahresbad und geschlossenes Radwege-Netz

Die neue BRK-Rettungswache am St.-Anna-Krankenhaus besichtigten bei ihrem traditionellen Jahrestreffen die FDP/FWS-Fraktionen des Stadtrats und des Kreistags mit ihren Gästen. Im ehemaligen Schwesternwohnheim sahen sie die frisch renovierten Räume. Erwin Gräml, der stellvertretende Rettungsdienstleiter, berichtete, dass das Rote Kreuz über 1000 Stunden ehrenamtliche Arbeit in den Umbau investiert habe.

Das neue Domizil kann sich sehen lassen. Umkleiden, Bereitschaftsraum, Büros, Ruheräume und der große Veranstaltungssaal sind großzügig und funktional und entsprechen heutigen Anforderungen. Beeindruckend war die hochmoderne Fahrzeughalle mit 20 Stellplätzen. Im alten BRK-Haus An der Allee gab es nur fünf Stellplätze, die noch dazu für größere Fahrzeuge zu klein waren, so dass früher die Fahrzeuge auf das ganze Stadtgebiet verteilt waren. Der Umzug auf den Krankenhausberg wird also vieles vereinfachen.

Start im Frühling?

Auch über die geplante direkte Straßenanbindung des Krankenhauses an die B 85 ließen sich die Politiker informieren. Diese neue Straße wird 450 Meter lang und verkürzt die Anfahrtszeit von Westen um fast fünf Minuten. Das kann lebensrettend sein, wenn man bedenkt, dass von den 4700 Rettungsdiensteinsätzen pro Jahr 1800 Notfalleinsätze sind.

Wenn das Genehmigungsverfahren weiterhin problemlos läuft, kann schon im Frühling mit dem Bau begonnen werden. Für den weiteren Ausbau der neuen Rettungswache übergab Hans-Jürgen Reitzenstein, Fraktionsvorsitzender der FDP/FWS im Stadtrat und im Kreistag, dem BRK eine Spende.

Beim anschließenden gemütlichen Teil im Gasthaus Michl in Dietersberg berichtete Reitzenstein aus Stadtrat und Kreistag. Aus der umfangreichen und vielfältigen politischen Arbeit griff er einige Themen heraus: Ein Schwerpunkt der letzten Jahre war die Kreuzung an der Bayreuther Straße. Hier wird demnächst die lange geforderte Ampel eingerichtet.

Bei der Weiterentwicklung des Waldbads zum Ganzjahresbad schlägt die Fraktion vor, erst den Standort zu bestimmen, weil inzwischen ein Platz am Schlackenberg vorgeschlagen wurde. Dann müsse die Ausrichtung des Bades festgelegt werden. Die FDP/FWS befürwortet ein Familienbad, vielleicht auch mit Gesundheitsangeboten.

Schließlich muss die Finanzierung geklärt werden. Hier biete sich ein Public Private Partnership an, also eine Finanzierung mit öffentlichen und privaten Investoren. Das großes Bestreben der FDP/FWS ist der Erhalt des St.-Anna-Krankenhauses. Zur Unterstützung des Fördervereins veranstaltet die Partei am 13.10. einen Preisschafkopf.

Radwege planen

In Bewegung, berichtete Reitzenstein, ist auch die Radwege-Planung im Landkreis. Der Radweg an der AS 11 von Rummersricht nach Forsthof wird 2008 geplant und 2009 gebaut. Der Geh- und Radweg entlang dem Autobahnzubringer, den die Fraktion 2001 beantragt hat, ist jetzt fertig. Im vergangenen Jahr hat die FDP/FWS auf die untragbare Situation am Fünf-Flüsse-Radweg zwischen Nürnberger Land und Etzelwang hingewiesen. Dieses Thema haben jetzt auch andere Parteien übernommen.

Auch das FDP-Bundestagsmitglied Horst Meierhofer nahm am Jahrestreffen teil. Er betonte in seinem Grußwort: "Es ist immer wieder beeindruckend, wie aktiv die FDP mit der FWS hier in Sulzbach-Rosenberg ist, wie viele Leute hier dabei sind." Dann berichtete er sehr lebendig von seinen Erfahrungen im Bundestag.