05.11.2007

Wertvoller Beitrag zum Klimaschutz

FDP/FWS-Fraktionen informieren sich im Biomasse-Heizkraftwerk - Täglich 800 Tonnen Material

"Dieses Kraftwerk leistet einen Beitrag zum Klimaschutz. Damit hat Sulzbach-Rosenberg eine Vorreiterrolle im Landkreis", stellte Hans-Jürgen Reitzenstein fest, als die FDP/FWS-Fraktionen im Stadtrat und Kreistag und die Kommunalwahl-Kandidaten das Biomasse-Kraftwerk besichtigten.

Geschäftsführer Bernd Gross und Kraftwerksleiter Thilo Munker führten die Besucher. Insgesamt seien hier 15 Millionen Euro investiert worden. Das Kraftwerk, das zu 40 Prozent der Stadt und zu 60 Prozent der Firma Lichtblick, einem führenden Anbieter von Ökostrom, gehört, läuft seit drei Monaten unter Volllast und erzeugt wirtschaftlich 4,5 MW Strom, genug für 12 000 Haushalte.

 

Als Brennstoff wird ausschließlich gehäckseltes Holz direkt aus dem Wald verwendet. Der kleine Beschaffungsradius stärkt zudem den lokalen Markt. Täglich werden etwa 800 Tonnen Holzschnitzel angeliefert und verbrannt. Das neue Kraftwerk ist in eine bestehende ältere Anlage hineingebaut worden, deshalb gab es Anfangsschwierigkeiten, die jetzt überwunden seien. Gross und Munker erklärten Turbinen- und Kesselhaus. Die Anlage arbeitet mit Kraft-Wärme-Kopplung, der Dampf werde zweimal genutzt. Erst treibt er die Turbine an und erzeugt Strom, dann wird die Wärme genutzt. Effektiv sei die Abgasreinigung mit Staubabscheidung. Schließlich bleiben zwei bis fünf Prozent Asche übrig. In der Schaltzentrale erläuterten Gross und Munker die Steuerung. Besonders wichtig sei der Emissionsrechner, der kontinuierlich Emissionen von Kohlendioxid, Stickoxiden und Staub aufzeichne. In unregelmäßigen Abständen würden die Werte behördlich überprüft. Der TÜV komme jährlich, regelmäßig werde das Kraftwerk durch Fremdfirmen gewartet. 14 Mitarbeiter aus der Region garantierten den Drei-Schicht-Betrieb.

Besonders interessierten sich die Besucher von FDP/FWS für das Fernwärmenetz, das vom Kraftwerk versorgt wird. Das Netz wurde ausgebaut und erneuert und der Betrieb von Dampf auf Heißwasser umgestellt, um Verluste zu verringen. Reitzenstein dankte Gross und Munker für die Führung und stellte fest: "Der Stadtrat hat die richtige Entscheidung getroffen, als er dieses Konzept ausgewählt hat. "