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Kraftwerk leistet einen Beitrag zum Klimaschutz. Damit hat Sulzbach-Rosenberg
eine Vorreiterrolle im Landkreis", stellte Hans-Jürgen Reitzenstein fest, als
die FDP/FWS-Fraktionen im Stadtrat und Kreistag und die Kommunalwahl-Kandidaten
das Biomasse-Kraftwerk besichtigten. Geschäftsführer
Bernd Gross und Kraftwerksleiter Thilo Munker führten die Besucher. Insgesamt
seien hier 15 Millionen Euro investiert worden. Das Kraftwerk, das zu 40 Prozent
der Stadt und zu 60 Prozent der Firma Lichtblick, einem führenden Anbieter von
Ökostrom, gehört, läuft seit drei Monaten unter Volllast und erzeugt wirtschaftlich
4,5 MW Strom, genug für 12 000 Haushalte. Als
Brennstoff wird ausschließlich gehäckseltes Holz direkt aus dem Wald verwendet.
Der kleine Beschaffungsradius stärkt zudem den lokalen Markt. Täglich werden etwa
800 Tonnen Holzschnitzel angeliefert und verbrannt. Das neue Kraftwerk ist in
eine bestehende ältere Anlage hineingebaut worden, deshalb gab es Anfangsschwierigkeiten,
die jetzt überwunden seien. Gross und Munker erklärten Turbinen- und Kesselhaus.
Die Anlage arbeitet mit Kraft-Wärme-Kopplung, der Dampf werde zweimal genutzt.
Erst treibt er die Turbine an und erzeugt Strom, dann wird die Wärme genutzt.
Effektiv sei die Abgasreinigung mit Staubabscheidung. Schließlich bleiben zwei
bis fünf Prozent Asche übrig. In der Schaltzentrale erläuterten Gross und Munker
die Steuerung. Besonders wichtig sei der Emissionsrechner, der kontinuierlich
Emissionen von Kohlendioxid, Stickoxiden und Staub aufzeichne. In unregelmäßigen
Abständen würden die Werte behördlich überprüft. Der TÜV komme jährlich, regelmäßig
werde das Kraftwerk durch Fremdfirmen gewartet. 14 Mitarbeiter aus der Region
garantierten den Drei-Schicht-Betrieb.
Besonders
interessierten sich die Besucher von FDP/FWS für das Fernwärmenetz, das vom Kraftwerk
versorgt wird. Das Netz wurde ausgebaut und erneuert und der Betrieb von Dampf
auf Heißwasser umgestellt, um Verluste zu verringen. Reitzenstein dankte Gross
und Munker für die Führung und stellte fest: "Der Stadtrat hat die richtige Entscheidung
getroffen, als er dieses Konzept ausgewählt hat. " |