25.01.2002

Mitglieder der FDP/ FWS-Stadtratsfraktion und Listenkandidaten trafen sich mit Vertretern des Jugendbeirats und dem Leiter der Hängematte Chrsitian Böhm, um über die Probleme der Jugendlichen in Sulzbach-Rosenberg zu sprechen.

Bild: nsd

Kürzung der Zuschüsse kein Thema
FDP/FWS-Politiker stehen Anliegen der Hängematte und des Jugendbeirats positiv gegenüber

Sulzbach-Rosenberg. (bt) Der Etat der Stadt für die Hängematte sollte nicht gekürzt werden. Diese Forderung von Christian Böhm, Leiter dieser städtischen Einrichtung, stieß bei der FDP/FWS-Stadtratsfraktion und den Stadtratskandidaten auf offene Ohren.

Fraktionssprecher Hans-Jürgen Reitzenstein stellte fest, insgesamt sei das Verhältnis der Stadt, die gesetzlich verpflichtet sei, die offene Jugendarbeit zu unterstützen, zur Hängematte und dem Jugenbeirat unbelastet.

Die Hängematte dürfe nicht mit einer wirstschaftlich orientierten Gaststätte verglichen werden, betonte Böhm. Es sollte bedacht werden, dass nicht für alle Aktivitäten Sponsoren bereit stehen. Da nicht alle Ausgaben bei Veranstaltungen durch Eintrittspreise gedeckt werden können, ist die Jugendfreizeitstätte auf Zuschüsse der Stadt angewiesen, wenn die offene Jugendarbeit im bisherigen Umfang

erhalten werden soll. "Eine etwaige Kürzung des Etats wirkt sich negativ aus."

Die Hängematte will Jugendlichen nicht nur Unterhaltung bieten, sondern auch zur Mitarbeit animieren. So wird dem gemischten Publikum - jugendliche Einheimische wie Aussiedler - angeboten, in der Küche, beim Verkauf oder etwa als DJ mitzuwirken.

Ausgaben für die Zukunft

Reitzenstein versicherte, dass an eine Kürzung des städtischen Zuschusses nicht gedacht sei, da alle Ausgaben für die Jugend, Ausgaben für die Zukunft sind. "Ohne Jugend besitzt auch die Stadt keine Zukunft."

Der Jugendbeirat möchte Kontaktstelle sein, Veranstaltungen organisieren und Aktivitäten anbieten, die Jugendlichen Spaß machen, meinte Nick Morcinek, Vorsitzender dieses Gremiums. In diesem Sinne habe der Jugendbeirat im vergangenen Jahr viel getan. Aus den Erlösen wurden Spenden

für den Kosovo und für ein Projekt in Costa Rica zur Verfügung gestellt.

Jugendbeiratsmitglied Philipp Malz ergänzte, dass die Zusammenarbeit mit der Hängematte eine große Rolle spiele, da der Beirat dort mit Jugendlichen aus den verschiedensten Bereichen zusammentreffen könne.

Um zu erfahren, was Jugendliche auf dem Herzen haben, sei eine Fragebogenaktion gestartet worden, führte Morcinek aus. Dabei sei der Wunsch nach mehr Skateboard-Bahnen, einer größerne Auswahl an Gaststätten für Jugendliche und einem "Discobus" vielfach geäußert worden.

Das Thema "Discobus" warf Barbara Kreiner, stellvertretende Jugendbeiratsvorsitzende, auf. Bei der Auswahl der Haltestellen sollte darauf geachtet werden, dass die im Landkreis möglichst nahe an den Wohnorten sind, da in der Nacht wohl kaum jemand weit auf der Landstrasse heimgehen will.

Auch dieses Anliegen wurde von den Stadträten und den Kandidaten positiv

aufgenommen. beim Landkreis Neustadt an der Waldnaab, in dem ein Discobus eingesetzt wird, wollen sie sich über die Finanzierung erkundigen. Sicher wäre es sinnvoll, wenn die Gaststätten bei der Finanzierung mit einbezogen werden, so die FDP/FWS Kommunalpolitiker.

Diskutiert wurde auch der Beach-Volleyball-Platz im Waldbad. Als empfehlenswert wurde eine Ausweitung auf Beach-Soccer und Beach-Handball angesehen. Mehr Körbe zum Baketballspielen und fehlende Müllkörbe am Dultplatz monierte Hanni Ibrahim vom Jugendbeirat.

Bald "Ganzjahresbad"?

Reitzenstein sprach das jährliche Defizit von einer Million Mark beim Hallen- und Waldbad an. Aus diesem Grund gäbe es im Stadtrat Überlegungen, mittelfristig ein Ganzjahresbad zu errichten. Als Folge der schwierigen Finanzlage der Stadt sei dieses begrüßenswerte Projekt derzeit aber unter "Zukunftsvision" einzuordnen.