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"Alles geht, wenn man nur will!" FDP-Verkehrsexperte Horst Friedrich: Kreisverkehr möglich, Ortsumgehung noch mal auf Prüfstand | |
Sulzbach-Rosenberg. "Das ist keine Frage der technischen Lösung, sondern des politischen Willens!" Horst Friedrich zeigte sich überzeugt davon, dass der Kreisverkehr am Feuerwehrhaus die beste Lösung und auch zu realisieren ist: Der FDP-Bundestagsabgeordnete, verkehrspolitischer Sprecher seiner Fraktion und Vize-Chef der Liberalen in Bayern, besah sich auf Einladung der örtlichen Partei neuralgische Punkte in der Stadt. Fazit: Es herrscht fast überall Handlungsbedarf! Damit der Verkehrsexperte auch den richtigen Eindruck von den jeweiligen Szenarien bekam, karrten ihn FDP-Stadtrats- und Kreistagsfraktionssprecher Hans-Jürgen Reitzenstein und Kreisvorsitzender Edgar Meixner zu einigen Stellen, die ihnen verkehrspolitisch am Herzen lagen. Anschließend traf sich die Partei im Bayerischen Hof" zur Diskussion. "Eher suboptimal" Zunächst besah sich das Trio die Bushaltestelle in Kauerhof - "seit vielen Jahren ein Thema", wie Reitzenstein erklärte. Dort stehen die Kinder stadtauswärts direkt an der Straße, wo der Bus hält - "eine sicherheitstechnisch eher suboptimale Lösung", wie der Abgeordnete sarkastisch feststellte. Hier müsse mit den Behörden dringend geredet werden, was er gerne mit übernehmen werde, so Friedrich - das gelte auch für die übrigen Problempunkte. Die geplante Ortsumgehung über Seidersberg zum Feuerhof nahmen sich die Politiker als nächstes vor: Der Verkehrswegeplan sei realer und finanzierbarer gestaltet, allerdings auch der Bedeutungsfaktor erhöht worden: Jetzt müsse ein Straßenneubau fünfmal mehr Verbesserung bringen im Vergleich zur bisherigen Lösung. Zwar sei das Vorhaben im vordringlichen Bedarf eingestuft, aber mit "erhöhtem naturschutzfachlichen Planungsauftrag" versehen, so der Bundestagsabgeordnete, und bis 2010 noch nicht berücksichtigt. Es herrsche hier ein erkennbar deutlicher Zielkonflikt zwischen Verkehr und Umweltschutz. Dessen Lösung müsse vom Umweltbundesamt bestätigt werden, was noch nicht erfolgt sei. Unterbleibe dies, falle das Projekt au s dem Plan heraus. Ebenso fehlten noch Planfeststellung und Bürgerbeteiligung, es sei noch nicht bekannt, ob Klagen anstünden gegen das Projekt. Zudem wäre noch nicht erkennbar, welche Auswirkungen die deutliche frühere Fertigstellung der Autobahn A 6 auf die B 14 habe - "hier muss noch einmal gezählt und dann die Notwendigkeit hinterfragt werden. Bayern schiebe eine dreiviertel Milliarde an noch nicht finanzierten Straßenbauprojekten wie eine Bugwelle vor sich her. Trotzdem werde er eine "Kleine Anfrage" zur Nordumgehung an die Bundesregierung stellen und das Ergebnis dann der örtlichen FDP mitteilen. 70-Zone verlängern Zuerst die Geschwindigkeitsbeschränkung auf 70 km/h aufheben und dann den Zeigefinger heben: 'Vorsicht, Linksabbieger', das geht nicht", monierte der Abgeordnete das Stück der B 14 an Gallmünz vorbei stadtauswärts. Hier würde sich ein Vorziehung der Geschwindigkeitsbeschränkung bis zur Einfahrt Feuerhof anbieten. "Man erlebt immer wieder Überraschungen", so der Bundesverkehrsexperte kopfschüttelnd. "Funktioniert bestens!" Dass ein Kreisverkehr am Feuerwehrhaus die beste Lösung sei, daran ließ er auch keinen Zweifel: "Man muss sich halt von dem alten Stadel trennen!" Argumente, die Alte Straße sei höhentechnisch nicht anzubinden, ließ er nicht gelten: In Bayreuth sei dies bei ganz anderen Steigungen passiert, funktioniere bestens und habe sogar die Ampelanlage ersetzt. Auch das Argument des Militärverkehrs ließ der Reserveoffizier nicht gelten: "Erstens fahren die Konvois andere Strecken, und zweitens kämen sie im Ernstfall auch problemlos durch!" Dies alles komme den verkehrspolitischen Überlegungen der örtlichen FDP sehr entgegen, so Hans-Jürgen Reitzenstein, und Edgar Meixner ergänzte: "Neue Ideen verlangen Mut und Kreativität!" | |