12.04.2006

"Schlauchwagen-Oldie" bald ersetzen

Fahrzeug ist 30 Jahre, Pumpe 42 Jahre alt -
FDP/FWS-Fraktion bei Rosenberger Feuerwehr

Sulzbach-Rosenberg. (cog) "Brandschutz ist eine Pflichtaufgabe der Gemeinde. Deshalb müssen auch in der angespannten Haushaltslage Mittel und Wege gefunden werden, die Feuerwehren mit sicheren und modernen Fahrzeugen auszustatten". So fasste Hans-Jürgen Reitzenstein, Vorsitzender der FDP/ FWS-Fraktion im Stadtrat, den Besuch bei der Rosenberger Feuerwehr zusammen.

Wie in den letzten Jahren besuchten auch heuer Hans-Jürgen Reitzenstein, Brigitte Munker, Karl-Heinz Kreiner und der FDP-Kreisvorsitzende Edgar Meixner die Feuerwehr, denn, wie Reitzenstein sagte, "wir verfolgen ständig die Entwicklung, was passiert und was passieren soll."

Aktueller Anlass für diesen Besuch war der dreißig Jahre alten Schlauchwagen SW 1000. Trotz sorgfältiger Pflege und Wartung muss das Fahrzeug ersetzt werden. Es ist natürlich technisch überholt, vor allem aber weist es altersbedingt massive Mängel auf: Es verliert Öl, der Fensterrahmen rostet heraus und beim Anlassen spuckt der Motor Öl aus dem Auspuff. Reparaturen sind nur bedingt möglich, weil es keine Ersatzteile mehr gibt. Ausgestattet ist der SW 1000 übrigens mit einer Pumpe von 1964. Die Rosenberger Feuerwehr soll statt dessen ein Tanklöschfahrzeug TLF 2040-S bekommen. Wie Kommandant Jürgen Schloß erläuterte, eignet sich dieses Fahrzeug besonders für die Situation der Rosenberger Wehr: "Wir haben während der Arbeitszeit von sechs bis sechzehn Uhr Personalmangel, weil unsere Männer ihre Arbeitsplätze nicht verlassen können. Wir brauchen deshalb ein Fahrzeug mit möglichst viel Wasser und möglichst wenig Mann Besatzung."

Der Antrag auf Ersatzbeschaffung liege der Stadt vor. Mittelfristig werde das TLF 2040-S gekauft. Dabei wird das Land, anders als früher, nicht mehr einen prozentualen Anteil übernehmen, sondern einen Festbetrag von 75 000 Euro beisteuern - den Differenzbetrag muss die Stadt aufbringen.

Vorteilhaft sei aber, dass jetzt pünktlich am Stichtag gezahlt werde, während die Kommunen früher bis zu drei Jahre auf das Geld warten mussten. Weil die überörtliche Bedeutung des Fahrzeugs anerkannt ist, wird auch der Landkreis mit einem Zuschuss zur Finanzierung beitragen.

Reitzenstein fügte hinzu, dass der Kreistag über künftige Regelungen für die Bezuschussung von Feuerwehrfahrzeugen diskutiere. Die Lage der Rosenberger Feuerwehr zusammenfassend, stellte Schloß fest: "Wir sind zufrieden mit dem, was wir haben und was wir von der Stadt kriegen. Aber mit unserem uralten Schlauchwagen ist der Brandschutz in Industriegebiet Ost nicht mehr gewährleistet."

Abschließend sagte Reitzenstein zu, dass er im Stadtrat beantragen wolle, dass Schloß in einer der nächsten Sitzungen die Situation der Feuerwehr darstellen könne, damit alle Stadtratsmitglieder einen Einblick in die Arbeit der Feuerwehr gewännen.