18.02.2004

"Eislaufen auf neuartigem Super-Kunststoff "

Stadtratsfraktion der FDP/FWS bringt Angebot eines Laufer Unternehmers an Kommunen ins Gespräch

Sulzbach-Rosenberg. (lö) Holen jetzt die Stadträte der FDP-FWS in Sachen Eislaufplatz "die Kuh vom Eis"? Jedenfalls sind Brigitte Munker, Hans-Jürgen Reitzenstein und Karl-Heinz Kreiner der Ansicht, dass man ein Angebot eines Unternehmers aus Lauf näher überprüfen sollte, auf das Stadträtin Munker per Zufall im Internet stieß. "Fun-Arena" nennt sich die angepriesene Freizeitanlage mit einer Lauffläche aus einem neuartigen Kunststoff, die Sommer wie Winter für diverse Sportarten genutzt werden kann.

Nach Auskunft des Anbieters ist seine "Fun-Arena" mit den Maßen 22 x 12 m "vergleichbar mit einem Mini-Stadion", dessen Spezialkunststoffboden nicht nur zum Schlittschuhlaufen, sondern "für nahezu alle Sportarten" geeignet sei.

Nachdem schon fast 40 Orte in Bayern über so eine Anlage der Firma Spielgeräte Krönert aus Lauf an der Pegnitz verfügen, sollte nach Ansicht der FDP-FWS-Stadträte zumindest auch im Fall Sulzbach-Rosenberg geprüft werden, ob diese Offerte nicht eine Alternative zum zu teuer gewordenen Eislaufplatz böte.

Der besondere Charme des Modells liegt für Brigitte Munker, Hans-Jürgen Reitzenstein und Karl-Heinz Kreiner darin, dass die

finanzielle Belastung für die Stadt jederzeit überschaubar blieben, Die Kommune würde die "Fun-Arena" mit einer Laufzeit von 72 Monaten mieten, wobei nach Aussage des Anbieters die Mietkosten von monatlich 4 770 Euro durch Werbeeinnahmen von Werbepartnern wieder herein kämen. Nach Ablauf der Mietzeit ginge die Anlage "ohne weitere Kosten" in das kommunale Eigentum über.

Im übrigen, so Brigitte Munker, könnte ja das ehrenamtliche Engagement, das derzeit von verschiedener Seite für den Weiterbetrieb des städtischen Eislaufplatzes signalisiert werde, ebenso nützlich sein, wenn es um Fragen wie Unterhalt, Pflege oder Aufsicht einer "Fun-Arena" gehe. "Wir wollen jedenfalls, dass dieses Angebot der Firma Krönert aus Lauf von seiten der Stadt eingehend geprüft wird", so Fraktionssprecher Hans-Jürgen Reitzenstein.

Nach einer ersten Erörterung in der gestrigen Amtsleiter-Runde der Stadtverwaltung kündigte Stadtbaumeister Dieter Rebhan an, die Variante noch eingehend mit Stadträtin Munker zu erörtern. Im übrigen bleibe auch abzuwarten, ob nicht die Stadtrats-Klausur am kommenden Wochenende ganz neue Erkenntnisse zum Thema Eisplatz zutage fördert.