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"Einzelhandel vor Ort stützen" FDP/FWS diskutiert mit Christian Sperber Probleme der mittelständischen Brauereien | |
| Sulzbach-Rosenberg. (cog) "Uns liegen der Mittelstand und die Mittelstandspolitik am Herzen. Deshalb interessieren wir uns auch für mittelständische Brauereien." FDP/FWS-Fraktionsvorsitzende Hans-Jürgen Reitzenstein begrüßte Mitglieder von FDP und FWS in der Brauerei Sperber. Vor der Bierprobe und einem Erfahrungsaustausch mit dem Bräu führte Diplom-Braumeister Christian Sperber die Politiker durch seinen Betrieb. Im Sudhaus, dem "Herzen der Brauerei" und im Gärkeller erklärte Sperber seinen interessierten Zuhörern, wie Bier gemacht wird. Sorgen, so der Bräu, macht den Brauern die sehr schlechte Gerstenernte in diesem Jahr. Lagerbestände aus früheren Jahren gibt es auch nicht mehr. Der Preis für Gerstenmalz sei schon jetzt um 30 Prozentgestiegen, einige Brauer erwarten sogar dreimal höhere Preise. In der Flaschenabfüllung erklärte Sperber die unterschiedliche Arbeitsweise von Mittelständlern und Großbrauereien. Was bei den Großen vollautomatisch passiert, wird bei ihm von Hand von seinen fünf Festangestellten und den sechs Aushilfskräften erledigt. Eine Halbtagskraft beschäftigt er nur für die Bürokratie. Die zahllosen Vorschriften stammen teils von der EU, teils aus Deutschland. Beim anschließenden Bierseminar erklärte Christian Sperber die Charakteristika der verschiedenen Biersorten. In der anschließenden Diskussion der Politiker mit dem mittelständischen Unternehmer berichtete Sperber auch aus seiner Tätigkeit im Europäischen Verband der Mittelständischen Brauereien. Bisher begünstige die Biersteuer kleine Brauereien, neues EU-Recht könnte aber die Steuerbelastung erhöhen. Die regionale Wirtschaft, so das Fazit von FDP-Ortsvorsitzendem Achim Groth, muss gefördert werden. Dazu schlug Edgar Meixner, FDP-Kreisvorsitzender, vor: "Wir müssen vor Ort den Einzelhandel stärken, indem wir regionale Produkte hier kaufen!" Die FDP/FWS-Politiker werden auch weiterhin hiesige Firmen besuchen, um die besonderen Probleme und Bedürfnisse der heimischen Wirtschaft kennenzulernen und die Unternehmen durch politische Maßnahmen unterstützen zu können. | |