29.09.2007

Kreis soll Bürger beraten

FDP will Energiemanagement einführen - MdB Meierhofer zu Besuch

Sulzbach-Rosenberg. (ge) "Es ist interessant, wie SPD und CDU zur Zeit aufeinander los gehen - wir wollen da versuchen, unsere eigenen Antworten zu geben." Ein Liberaler berichtet aus Berlin - so ist wohl Horst Meierhofers Besuch in der Herzogstadt zu umschreiben. Der zuständige FDP-Bundestagsabgeordnete traf sich mit den örtlichen Politikern zum Erfahrungsaustausch.

Horst Meierhofer leitet jetzt den Bundesfachausschuss Umwelt der Liberalen. Der Regensburger, der seit 2005 im Bundestag sitzt, wurde vom FDP-Bundesvorstand berufen. Über Meierhofers Schreibtisch gehen damit alle Anträge für den Bundesparteitag der FDP zu dieser Thematik.

Klimaschutz als Ziel

In Sulzbach-Rosenberg sprach er mit dem FDP-Kreis- und stellvertretendem Bezirksvorsitzenden Edgar Meixner und Stadtratsfraktionssprecher Hans-Jürgen Reitzenstein. Mit dabei: Wahlkreis-Büroleiter Ulrich Lechte.

Klimaschutz sei eines der Hauptziele der Kreis-FDP, so Reitzenstein zu Beginn, man wolle im Kreistag auf kommunales Energiemanagement setzen. Kreiseigene Gebäude sollten entsprechend gerüstet werden auf erneuerbare Energien. Ziel sei eine nachhaltige, optimale Bewirtschaftung im Landkreis. Das Wissen dieser Management-Stelle solle auch den Landkreisbürgern zugute kommen in Form von Energieberatung.

Lieber einsparen

Auch Horst Meierhofer als Umweltpolitiker setzt auf erneuerbare Energien, denkt aber auch über längere Laufzeiten bei Atommeilern nach. Das größte Potential liege aber zweifellos in der Energieeinsparung - "und das muss schon auf kommunaler Ebene passieren!" Hier brauchten die Bürger Unterstützung, die ihnen eine solche kommunale Beratungsstelle bieten könne.

"Die Stromkonzerne machen viel zunichte", bilanzierte Edgar Meixner, doch Meierhofer sah bundespolitisch keinen Ansatzpunkt für eine staatliche Lösung.

Auf aktuelle Fälle in der Region eingehend brachte Meixner abschließend die Idee einer "Bücherkammer" ins Gespräch: Die Bürger sollten Schulsachen wie Taschen, Zirkel, Federmäppchen, Bücher und andere überzählige, aber gut erhaltene Sachen bei einer Institution abgeben können, die sozial Schwache aus diesem Fundus auswählen lasse - insbesondere zum Schulbeginn sei so etwas erstrebenswert. "Das wäre sinnvoller als alte Gebäude zu sanieren, über die jeder den Kopf schüttelt!"