28.05.2004

"Ausrüstung teilweise veraltet "

Ersatzbeschaffung oft unumgänglich - FDP/FW zu Besuch bei der Wehr Rosenberg

Sulzbach-Rosenberg. (cog) Die Feuerwehr ist ein wichtiger Bestandteil des sozialen Lebens in der Stadt. Ihr Vorhandensein und ihre zuverlässige Arbeit sind so selbstverständlich, dass sie fast nie ins Blickfeld der Politik geraten. Grund genug für die Stadtratsfraktion der FDP/FWS, die Rosenberger Feuerwehr zu besuchen und sich über ihre Arbeit zu informieren.

Der Fraktionsvorsitzende Hans-Jürgen Reitzenstein, außerdem Brigitte Munker und Karl-Heinz Kreiner sowie Achim Groth, der designierte Ortsvorsitzende, sprachen mit dem Kommandanten Jürgen Schloß, dem 2. Kommandanten Matthias Nagel und Hans König, dem Vorsitzenden des Feuerwehrvereins.

Kommandant Jürgen Schloß stellte fest, dass die seelische und körperliche Belastung bei manchen Einsätzen zu Problemen führen kann, insbesondere wenn die Feuerwehrleute nach einem nächtlichen Einsatz gleich zur Arbeit gehen. Deshalb ist festgelegt, dass Feuerwehrleute nach nächtlichen Einsätzen ausschlafen dürfen. Wenn die Sirenen rufen, dürfen sie auch ihren Arbeitsplatz verlassen.

Einsatz geht vor Arbeit

Viele Wehrleute verzichten auf diese Rechte, weil sie befürchten, ihre Stelle zu verlieren. Schloß plant deshalb einen Informationsabend für Arbeitgeber, um diese Regelungen bekannt zu machen und den

Arbeitgebern mitzuteilen, dass den Firmen durch Feuerwehreinsätze ihrer Mitarbeiter kein Schaden entsteht, weil die Stadt für die Zeit des Einsatzes die Lohnfortzahlung übernimmt. Als besonders vorbildliches Beispiel nannte Schloß die Firma Kurz Prägefolien, die die Feuerwehr großzügig unterstützt, ihre Mitarbeiter zu Einsätzen schickt und sogar ein neues Fahrzeug mit gesponsert hat.

Im Haushalt der Stadt sind 13 400 Euro für Ersatzbeschaffungen der Feuerwehr vorgesehen. Die Feuerwehr bemühe sich zu sparen, kaufe nur das wirklich Notwendige und pflege ihre Ausrüstungsgegenstände sorgsam. Es sind aber z.B. für Helme, Schutzanzüge und Atemschutzmasken Austauschintervalle von 10 Jahren gesetzlich vorgeschrieben. Auch das Sprungrettersystem, der moderne Ersatz für das klassische Sprungtuch, muss jetzt ausgetauscht werden. Das alte ist 15 Jahre alt, und seine Betriebsgenehmigung ist abgelaufen.

Das Rosenberger Industriegebiet wird mit Löschwasser aus dem Rosenbach versorgt. Seit der Erweiterung reichen aber die alten 500 m-Schläuche nicht mehr. Außerdem gibt es für den 30 Jahre alten Schlauchwagen keine Ersatzteile mehr. Die Grundausstattung wie Löschfahrzeug und Tanklöschfahrzeug muss doppelt vorhanden sein, bei den anderen Fahrzeuge ergänzen sich Sulzbach und Rosenberg. Mit ihrem Lichtmastfahrzeug und ihrem Schlauchwagen rücken die Rosenberger, z. B. bei Chemikalienunfällen, landkreisweit aus.