Von Joachim Gebhardt | 21.07.2007

Mittler zwischen den Blöcken

FDP und Freie Wählerschaft stellen gemeinsam ihre Kandidatenliste für Stadtratswahl 2008 auf

Sulzbach-Rosenberg. "Liberale Politik ist gut für die Bürger!" Selbstbewusst treten FDP und Freie Wählerschaft in den Kommunalwahlkampf und bei der Stadtratswahl 2008 an. Etablierung als drittstärkste Kraft im Stadtrat, Verhinderung der absoluten Mehrheit einer Partei und eine Reihe von lokalpolitischen Themen stellten die Verantwortlichen in den Vordergrund. Die Liste selbst sei wohlausgewogen und repräsentiere den Durchschnitt der Bevölkerung.

Schon über 50 Jahre alt sei der gemeinsame Wahlvorschlag von FDP und Freien Wählern in der Herzogstadt, unterstrich Fraktionssprecher Hans-Jürgen Reitzenstein im Gasthaus "Zum Bartl". Ihre Aufgabe sähen die Liberalen in einer Mittlerfunktion zwischen den Blöcken im Stadtrat.

"Bester Haushalt"

Reitzenstein stellten den Stadthaushalt 2007 positiv heraus, der auch von der FDP/FWS mit erarbeitet worden sei, "der beste seit langem". Die FDP/FS stünde aber zur Mehrheitsentscheidung des Stadtrates, sich am Biomasse-Heizkraftwerk zu beteiligen, was in einigen Jahren die Einnahmeseite der Stadt verbessern werde.

Der Radweg nach Aichazandt sei nun fertig, hier habe die Fraktion die entsprechenden Anträge gestellt im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit. Die Ausstattung der Feuerwehren in Sulzbach und Rosenberg sei positiv beeinflusst worden, die Ersparnis von 47 000 Euro beim Kauf der Drehleiter ein Verdienst der Kreistagsfraktion. Auch dem Ausbau der Schulen habe das Augenmerk der FDP/FWS-Politiker gegolten.

FDP-Ortsvorsitzender Achim Groth zeichnete ein Bild des positiven Klimas und des Aufschwungs für die Liberalen auch in Bayern "wie seit Jahrzehnten nicht mehr". Lokal habe die ausgezeichnete Arbeit der Stadtratsfraktion dazu beigetragen

Manfred Eckert, Ortsvorsitzender der Freien Wähler, erinnerte an das Motto des gemeinsamen Wahlvorschlags, nämlich Politik für alle Bürger zu machen, was die gut austarierte Kandidatenliste unterstreiche.

Der FDP-Kreis- und stellvertretende Bezirksvorsitzende Edgar Meixner plädierte für eine schlankere, effektivere Verwaltung, eine bürgernahe und trotzdem wirtschaftsfreundliche Politik. "Landkreis, Kommunen, Gemeinde, Städte stehen dem Bürger am nächsten, deswegen sollte auch ihr Stellenwert entsprechend sein!"

Lange Wunschliste

Eine bürgernahe Partei lebe von der Kontinuität ihrer Politik, wie es die Stadtratsfraktion vorbildlich vormache.

Die Wandlung des Waldbades in ein Ganzjahresbad per privat/öffentlichem Partnerschaftsprojekt, die Gestaltung der Verkehrsabläufe, die Sicherheit und auch die Belebung der Innenstadt standen ebenso auf seiner Wunschliste wie der Kampf gegen die Zentralisierung nach München und das Hauptschulsterben auf dem Land.

Hans-Jürgen Reitzenstein wies abschließend auf die Wahlziele hin: Verkehrsregelung in der Bayreuther Straße und an der Storg-Kreuzung, Einsatz für den Erhalt der St.-Anna-Krankenhauses, baldige Nutzung des MH-Areals, Weiterbau des Radweges und der Kreisstraße Rummersricht-Forsthof: "Wir gehen gerüstet in den Wahlkampf!", bilanzierte Reitzenstein, denn auch die kompetenten Kandidaten würden ihre Ideen mit einbringen.

Abschließend verabschiedeten die Mitglieder jeweils einstimmig die Kandidatenliste und die der Ersatzleute unter dem Motto "Gemeinsam ein starkes Team für unsere Heimatstadt!"